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Wenn einer zu mir Schadviech sagt, bekommt er einen nervigen Schnabelhieb…

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Im Wald und auf der Heide
da such' ich meine Freude,
ich bin ein Jägersmann!

Ein altes Lied. Aber im Wald und auf der Heide da sucht nicht nur der Jägersmann seine Freude sondern auch viele andere. Erholungssuchende, die sich des gesetzlich geöffneten Waldes erfreuen, aber auch Radfahrer, Mountainbiker, Reiter, Läufer und Wanderer, Zeltler und Griller. Manche dürfen, die meisten dürfen nicht. Und die wenigsten wissen was sie dürfen und nicht dürfen. Das ist ein Problem.

Das Problem aber haben die Jäger. Die sind ja das ganze Jahr im Wald, es gibt immer viel zu tun, nicht nur das Jagen. Aber wenn der Winter vorbei ist, der Frühling und die Sonne locken, kommen eben auch all die anderen. Die
anderen, die meinen, der Wald gehört nicht nur dem Jäger und dem Wild sondern eben allen. Und manche sind der festen Überzeugung, eine Erlaubnis verschafft auch ein Recht.

Eine kleine Geschichte soll das verdeutlichen:
Ein Revier in der Umgebung von Wien. Ein Jäger kontrolliert Reviereinrichtungen, welche Schäden der Winter angerichtet hat, was man reparieren müßte. Seinen Hund hat er mit, ein Gewehr aber nicht. Der
letztere Umstand stellt sich als segensreich heraus.

Ein Mountainbiker kommt durch den Wald daher. Weg gibt es nicht, braucht ein Mountainbiker auch gar nicht. Der Jäger stoppt ihn, macht darauf aufmerksam, daß man hier nicht fahren dürfe. Recht höflich.
Was der Landesjagdverband in solchen Fällen empfiehlt wird brav angewendet. Der Biker ist aber weniger höflich, beschimpft den Jäger, meint daß diesem der Wald nicht gehöre und verwendet viele Ausdrücke aus dem Bereich der menschlichen Verdauung. Nach der abschließenden Verwendung eines klassischen Zitates fährt der Biker weiter. Der Jäger macht seine Arbeit fertig und fährt dann mit Hund nach Hause. Was soll er schon machen?
Am nächsten Tag ein Anruf der Polizei, man möge auf's Kommissariat kommen, es liege eine Anzeige vor. Der Jäger ahnt etwas und bittet einen befreundeten Juristen mitzukommen.
Tatsächlich: der Biker hat den Jäger angezeigt. Er sei gröblich beschimpft, auch bedroht worden, der Jäger hätte ihn vom Rad werfen wollen und auch der Hund sei als Bedrohung eingesetzt worden. Natürlich alles nicht wahr. Die Gegendarstellung wird mit Hilfe des Juristen protokolliert und der Polizist scheint schon einige Erfahrung mit dem grünbewegten Anzeiger gemacht zu haben. Also: der Akt wird abgelegt.

Nicht immer geht es so gut aus. Hätte der Jäger ein Gewehr dabeigehabt, wäre das sicher in die Anzeige mit eingeflossen. Die Bedrohung mit einer Waffe ist schon ganz etwas anderes und kann scheußliche Folgen haben, auch wenn alles nicht stimmt.

Das passiert aber immer wieder
Jedem Jäger ist das wahrscheinlich schon passiert. Reviere in der Nähe von Ballungsräumen, Reviere, die leicht mit dem Auto zu erreichen sind, wo man Räder auf den Radträger montieren kann, damit in den Wald fährt und dann lustig losradelt, diese Reviere sind gefährdet.
Menschen ohne Verständnis für die Natur, für das Wild, sehen den Wald als ihren privaten Vorgarten. Und besonders schlimm sind die selbsternannten Tierschützer, Leute deren Feindbild der Jäger an sich ist, die Ausschau halten nach einem süßen Bambi oder ein Haserl, das nur darauf wartet, gerettet und zu Tode gepflegt zu werden.

Vorbereitung ist immer gut
Man sollte als Jäger  auf solche Begegnungen vorbereitet sein. Die Technik hilft. Einen Recorder sollte man also immer eingesteckt haben. Wenn eine Konfrontation in Aussicht kommt, das Gerät einschalten und laufen lassen. Rechtliche Bedenken dagegen gibt es nicht. Auch Fotografieren wäre erlaubt, immerhin ist der, der sich unberechtigt im Wald bewegt, im Unrecht und übertritt eine Vorschrift, das rechtfertigt Ton- und Bildaufnahmen.
Man selber spreche leise, gewählt und verzichte auf den Dialekt. Zitate aus dem Forstgesetz sind gut, auch ein paar Paragraphen könnte man sich merken, der Störer kennt sie eh nicht. Das macht Eindruck. Beschimpfungen sind immer tabu, schließlich zeichnet man den Ton ja auf. Schimpfen soll immer der andere.

Jagdwaffe kann ein Problem werden
Sollte man ein Gewehr dabei haben, wäre der Verschluß zu öffnen, damit auch der Laie sieht, daß  es nicht geladen ist. Gewehre mit Kipplauf knicken, aus demselben Grund. Das sollte geschehen bevor der Betreffende die Waffe wahrnimmt. Auch das könnte man dann fotografieren.
Viele Jäger sind es gewöhnt, das Gewehr über der Schulter zu tragen, den Lauf nach vorne ausgerichtet. Das ist nicht gut, denn dabei hat der Lauf immer die Tendenz, in die Waagrechte zu gehen vor allem dann, wenn man sich auf das Gewehr mit dem Unterarm lümmelt und der Gegenüberstehende schaut so direkt in den Lauf oder die Läufe. Genau das aber wird oft als Bedrohung empfunden. Man trage also das Gewehr besser am Rücken. Andere Waffen (also Kurzwaffen) sind wahrscheinlich ohnehin immer verdeckt. Herzeigen sollte man die nicht.
Besondere Vorsicht ist natürlich geboten, wenn es zu einer Begegnung mit mehreren Leuten kommt. Der Jäger ist normalerweise allein und auf der anderen Seite sind mehr Personen, die manchmal recht gerne willige Zeugen abgeben. Ton- und Bildaufzeichnungen helfen hier entscheidend.

Wenn das vorbei ist
Ist es vielleicht noch nicht vorbei. Daher sollte man solche Vorfälle, auch wenn man sie gar nicht ernst nimmt, jedenfalls melden und zwar sobald wie möglich. Wenn ein gutes Verhältnis mit der örtlichen Polizei besteht - ist zu hoffen - genügt ein kurzer Anruf. Zeit, Ort und Anzahl der beteiligten Personen sollte man angeben.
Hat man ein so gutes Verhältnis mit der Polizei, daß man auch während der Konfrontation dort anrufen kann - noch besser.
Der unbestreitbare Vorteil einer sofortigen Meldung: Sollte eine Anzeige kommen, weiß die Polizei bereits Bescheid und wird sich das richtige Urteil bilden können. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, ein Sprichwort, das man beherzigen sollte.

Noch vor einiger Zeit wären diese Ratschläge wohl überflüssig gewesen. Das aber ist die neue Zeit. Die Zeit der grünen Aggressionen, der Jagdfeindlichkeit, des falsch verstandenen Tierschutzes und der eingebildeten Rechte.

Weidmannsheil!
Dr. Georg Zakrajsek

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